Heiße Positionskämpfe
im “Revier” von
“Familie Schwan”
Es war der erwartete Kampf mit dem “Eiswasser”. Vor allem beim Premierenrennen der Mixed-Staffel über 3 x 1.250 Meter. Bevor es aber soweit war, wurden die Masters (bei denen 114 Vereine 146 Meldungen für die fünf Kilometer und 153 für die halb so lange Distanz abgegeben hatten, was fast exakt die Zahlen der beiden vergangenen Jahre bedeutet) bei den Deutschen Meisterschaften im Freiwasserschwimmen in Lindau auf eine harte Probe gestellt, ehe sie sich zum Auftaktrennen über die 2,5-Kilometer-Distanz in die Fluten des ursprünglich mit 20,3 Grad Wassertemperatur gemessenen Bodensee im Schatten von Pfänder und Säntis stürzen konnten. Wahrscheinlich hatte das nasse Element beim Strandbad Eichwald ein wenig abgekühlt, nachdem ein Gewitter und heftige Regenschauer zunächst für einen Abbruch der fünf Kilometer bei der offenen Klasse (zum Glück nach nur wenigen Minuten des Rennens) gesorgt hatte. Zudem führte dies zu einer Verzögerung im Ablauf von gut 90 Minuten. Als dann das Startsignal für die Masters ertönte und diese auf die zwei Runden à 1.250 Meter geschickt wurden, regnete es noch immer ein wenig. Dafür brodelte es aber im Wasser umso mehr und es gab “hitzige” Positionskämpfe auf dem Dreieckskurs, der offenbar im “normalen Leben” das Revier einer Schwanen-Familie ist. Denn diese kreuzte immer wieder etwas verschreckt und entsprechend vorsichtig die Strecke. Den ganzen Beitrag lesen »
Deutsche Freiwasserschwimmer kämpfen bei der Weltmeisterschaft am Lido di Ostia um Edelmetall
Kassel (dsv/ch) Der sechsfache Weltmeister und Olympia- Bronzemedaillengewinner Thomas Lurz steht an der Spitze des Aufgebotes des Deutschen Schwimm-Verbandes für die Wettbewerbe im Freiwasserschwimmen bei der Weltmeisterschaft 2009 in Rom. Vom 19. bis 25. Juli werden am Lido di Ostia die Titel über fünf, zehn und 25 Kilometer vergeben. Neben dem Würzburger zählt vor allem die Olympia-Vierte Angela Maurer (Mainz) zu den Medaillenkandidaten vor den Toren Roms. „Unsere Zielstellung für die Weltmeisterschaften sind vier Medaillen im Freiwasserschwimmen” setzt Lutz Buschkow, Direktor Leistungssport im DSV, die Erwartungshaltung hoch. Damit läge die Medaillenausbeute der Freiwasserschwimmer deutlich über den Ergebnissen der WM mit Olympiaqualifikation 2008 in Sevilla (1/0/1) und der WM 2007 in Melbourne (2/1/0).
Das DSV-Team wird komplettiert von der Rostockerin Britta Kamrau-Corestein, Weltmeisterin 2007 über 25 Kilometer, Nadine Pastor, Europacup-Gesamtsiegerin 2008, dem amtierenden Vize-Europameister Jan Wolfgarten (Würzburg) und der Deutschen Meisterin über 25 Kilometer und Deutschen Vize-Meisterin über zehn Kilometer von Lindau, Stefanie Biller (Schwabmünchen-Nördlingen) sowie dem Europacupgesamtsieger aus 2008, Christian Reichert (Wiesbaden).
Im Gegensatz zu den Deutschen Meisterschaften in Lindau am Bodensee mit Wassertemperaturen zwischen 17 und 19 Grad, Regen, Gewitter und Rennabbruch (25 Kilometer) erwaten die Athleten im Mittelmeer angenehme 24 Grad und Sonnenschein.
„Diese Temperaturen, Salzwasser und Wellen kommen mir sehr gelegen, da kann ich meine Stärken voll ausspielen” freut sich die Olympia-Vierte und amtierende Deutsche Meisterin über zehn Kilometer, Angela Maurer auf das Prestigerennen am 21. Juli. Der sechsfache Weltmeister Thomas Lurz steht erneut vor einem packenden Zweikampf um die Krone als erfolgreichster Freiwasserschwimmer der Welt, wenn er sich am 22. Juli gegen seinen Erzrivalen Vladimir Dyatchin (Russland) über zehn Kilometer behaupten muss. Maarten van der Weijden (NED) hatte im vergangenen Jahr seine Karriere nach seinem Olympiasieg von Peking beendet.
DSV - Aufgebot Freiwasserschwimmen zur Weltmeisterschaft vom 26.07. - 02.08. 2009 (WK-Tage)
Frauen (4)
Angela Maurer (Undine Mainz)
Britta Kamrau-Corestein (Empor Rostock)
Nadine Pastor (SG EWR Rheinhessen-Mainz)
Stefanie Biller (Schwabmünchen-Nördlingen)
Männer (3)
Thomas Lurz (SV Würzburg 05)
Jan Wolfgarten (SV Würzburg 05)
Christian Reichert (SC Wiesbaden)